Egotrip - Starker Deutsch Rock für Ohr und Auge
Egotrip - Starker Deutsch Rock für Ohr und Auge
Thorsten Dietrich ist Texter, Sänger und schreibt sich ausdrucksstarke Popsongs auf die prägnanten Stimmbänder. Und als etatmässiger Schlagzeuger der Punkband Nevermind verfügt er nicht nur über ein sicheres Gefühl für Rhythmus – sondern auch über einen ausgeprägten Sinn für stilvolle Erotik: Mit „Egotrip“, seinem ersten Soloalbum, könnte er nicht nur seiner hitverdächtigen Deutschpop-Songs a la „ 37 Grad“ wegen einen Erfolg landen – sondern auch aufgrund der optischen Wirkung seiner CD-Hülle. Sie zählt, so die einhellige Meinung vieler Musikkritiker zu den wohl ...
stilvollsten des Jahres. Kein Wunder, daß die Erstauflage des Longplayers in Windeseile vergriffen war…
Während das Cover eher durch die subtile Erotik eines Frauenaktes besticht, überzeugt der Musikvideoclipp zu „37 Grad“ durch viel Witz – und sein Album durch eine große musikalische Bandbreite. Brachial eröffnet der Titelsong das deutschsprachige Debut und lässt sich einzig durch die (unverzerrten) Strophen zügeln. Mit eindringlicher Intensität fordert lauter Gesang inhaltlich nach dem Fortbestand einer Beziehung. Ruhiger geht es weiter (“Sowieso”) mit Stilmittel Klavier (“Flamme”) und Synthesizer, die sich melancholisch schön in die Rockformation Gitarre, Bass und Schlagzeug einbetten und emotional im Lied “Entzwei” gipfeln. Mitsingen möchte man bei der knapp 3-minütigen Halbballade “Splitter”, die sich zuckersüß in die Gehörgänge schlängelt. “Eine Zeile” gleicht einem Intermezzo und lässt durch sein Spiel auf dem Xylophon die Seele baumeln. “Meine Zeit in deinem Leben” zieht plakativ Resümee, steigert sich im Wechselbad der Gefühle von anfänglich ruhig bis aufbrausend wütend und findet im rockigen “Zwischendurch verzweifelt” wieder Selbstbewusstsein und Oberwasser. Zu guter letzt lässt die Uptempo-Nummer “37 Grad” nochmals das Tanzbein jucken, die mit ihrem Synthi-lastigem Intro an den Liquido Hit (“Narcotic”) erinnert. Egotrip ist ein Konzeptalbum. Zehn Lieder fangen den Moment ein – von der Trennung einer Beziehung bis hin zum Neuanfang.
Fern ab von der heißdiskutierten “Quote für deutschsprachige Musik” macht Thorstens Bandprojekt NEVERMIND seit 1995 Punkrock mit deutschen Texten. Dominieren dort hauptsächlich spaßige Themen, sind auch Texte mit ernstem Inhalt gefüllt, ohne jedoch den “moralischen Zeigefinger” zu erheben. Thorsten Dietrich, Schlagzeuger und verantwortlich für Texte & Musik, liebäugelt mit seiner Band NEVERMIND augenzwinkernd mit lukrativem Songwriting, was sich im Titeltrack der CD “SCHLUSS MIT WAHNSINN” (Rough Trade/NixGut 2006) in einer Hommage an eine Musikergröße des deutschen Musikgeschäftes niederschlägt. Wortspiel und Ironie ziehen sich durch die 16 Tracks und sind fest im soliden musikalischen Spiel des Longplayers verankert. 2007 folgt eine Remix CD von “Schluss mit Wahnsinn”. Musik von NEVERMIND bedeutet ein bunter Blumenstrauß aus von Schlagzeug und Bass getriebenen E-Gitarren, melodiösen Midtempo-Nummern mit Ohrwurmgarantie und sogar akustischen, balladesken Klängen, die für Gänsehaut sorgen.
Doch diese eine Schublade für die musikalische Genrebestimmung reichte Thorsten Dietrich 2009 nicht mehr aus. Musikalisches Interesse an Vielfalt und ein “nicht ausgelastet sein” legten den Grundstein für das jetzt vorliegende musikalische Soloprojekt. Und natürlich – die ganz persönliche Geschichte von diesem Egotrip.
„Es ist meine persönlichste Platte“, sagt Thorsten Dietrich. Pur, unverfälscht – und nicht für Deutschrockfans aufgrund der „sensationellen Wirkung“ der Hülle – außerordentlich attraktiv…
Quelle: 7us media group
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